☜ Kamloops Indian Residential School, 2007
Photo: N. Reuther
Photo: N. Reuther
Zentrales Thema: „Indian Residential Schools“ / Umerziehungsheime für indigene Kinder
Die sogenannten "Indian Residential Schools" operierten zwischen Mitte der 1870er und Mitte der 1990er Jahre in Kanada und den USA unter dem Leitmotiv "Kill the Indian, safe the man". Es war explizite Aufgabe dieser "Schulen" unter kirchlicher Leitung, den Kindern alles zu nehmen, was sie mit ihren eigenen Traditionen und Kulturen verband, um sie "zur Zivilisation" zu führen. "They know not what they do." war ein Standardsatz, mit dem den Indigenen Nordamerikas die Fähigkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu leben, aberkannt wurde.
Die "Überlebenden" (survivors, wie sie sich selber nennen) begannen bereits kurz nach der Schliessung der letzten Schule (1996) über die menschenunwürdige Behandlung, die ihnen in diesen Institutionen widerfuhr, zu berichten, ohne viel Gehör weder von Seiten der staatlichen und kirchlichen Obrigkeiten noch von der europäisch-stämmigen Bevölkerung zu erhalten.
Erst durch den Fund der Überreste von 215 Kindern auf dem Gelände der ehemaligen Kamloops Indian Residential School in Britisch Kolumbien am 18.05.2021 erlangten die Berichte über die Gräueltaten neue Aufmerksamkeit. Dieser Fund löste eine ganze Welle von Untersuchungen aus, die von der euro-amerikanischen Bevölkerung in den USA und in Kanada sehr unterschiedlich aufgenommen und kommentiert wurden.
Als Option kann dieser Workshop auch anschaulich mit dem Theaterstück "They know not what they do" von Tara Beagan, ergänzt werden, welches von den traumatischen Erfahrungen der Kinder handelt.
Die sogenannten "Indian Residential Schools" operierten zwischen Mitte der 1870er und Mitte der 1990er Jahre in Kanada und den USA unter dem Leitmotiv "Kill the Indian, safe the man". Es war explizite Aufgabe dieser "Schulen" unter kirchlicher Leitung, den Kindern alles zu nehmen, was sie mit ihren eigenen Traditionen und Kulturen verband, um sie "zur Zivilisation" zu führen. "They know not what they do." war ein Standardsatz, mit dem den Indigenen Nordamerikas die Fähigkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu leben, aberkannt wurde.
Die "Überlebenden" (survivors, wie sie sich selber nennen) begannen bereits kurz nach der Schliessung der letzten Schule (1996) über die menschenunwürdige Behandlung, die ihnen in diesen Institutionen widerfuhr, zu berichten, ohne viel Gehör weder von Seiten der staatlichen und kirchlichen Obrigkeiten noch von der europäisch-stämmigen Bevölkerung zu erhalten.
Erst durch den Fund der Überreste von 215 Kindern auf dem Gelände der ehemaligen Kamloops Indian Residential School in Britisch Kolumbien am 18.05.2021 erlangten die Berichte über die Gräueltaten neue Aufmerksamkeit. Dieser Fund löste eine ganze Welle von Untersuchungen aus, die von der euro-amerikanischen Bevölkerung in den USA und in Kanada sehr unterschiedlich aufgenommen und kommentiert wurden.
Als Option kann dieser Workshop auch anschaulich mit dem Theaterstück "They know not what they do" von Tara Beagan, ergänzt werden, welches von den traumatischen Erfahrungen der Kinder handelt.